Ziele & Erfolge

Lernprozesse im Coaching

Coaching impliziert Lernen - eine Annahme, die in Fachkreisen hohe Zustimmung erhält, bisher aber kaum empirisch untersucht oder gar bestätigt ist.

Auf der Basis einer Analyse wird ein Lern-Model skizziert, das aus drei miteinander verflochtenen Kreisprozessen besteht.

Der erste Kreisprozess des Entdeckens/Erkennens besteht aus vier Elementen:

»Beziehen: Beziehungsarbeit(Aufbau-/Aufrechthaltung)

»Hinterfragen: Der Coach fördert das Explorieren des Klienten durch gezieltes Hinterfragen und dient als Antrieb des Erkenntnisprozesses.

»Reflektieren des Klienten

»Zuhören: Der Coach unterstützt den Erkenntnisprozess des Klienten, indem er den Reflexionen des Klienten zuhört und ihn darin unterstützt, "neues" Wissen zu identifizieren.

 

An diesen Prozess schließt sich der zweite Kreisprozess des Anwendens an, der dazu dient, neues Wissen zu vertiefen und zu festigen. Sobald die Klienten im Coaching-Prozess zu neuen Erkenntnissen kommen (neues Wissen), werden sie vom Coach dazu motiviert, diese außerhalb des Coaching anzuwenden. Für diesen Prozess ergeben sich zwei zentrale Wirkmechanismen:

» Die Betonung der Eigenverantwortlichkeit des Klienten sowie

» Die motivierende Begleitung des Klienten bei der Umsetzung und der aktiven Gestaltung der daraus resultierenden Handlungen.

 

Gemäß den Ergebnissen dieser Untersuchung reicht jedoch allein das Anwenden des Wissens nicht aus, sondern das Wissen muss in das Selbstkonzept und in das Leben des Klienten integriert werden. In diesem dritten Prozess des Integrierens lernt der Klient, Verantwortung für das Wissen zu übernehmen, was soviel bedeutet wie auf der Basis des neuen Wissens Entscheidungen zu fällen, sich von alten Denkweisen zu lösen und daraus resultierend das eigene Vertrauen in sich zu stärken.

Alle drei Prozesse sind miteinander stark verflochten und nicht als abgeschlossene Phase zu betrachten, die sich nahtlos einander anschließen. Dies bedeutet, dass sich in den Prozessen des Anwendens und des Integrieren immer wieder Phasen ergeben, in denen der Erkenntnisprozess simultan abläuft.